10.000 Drückjagdböcke für Rheinland-Pfalz

Die Bewegungsjagdsaison steht an - Ministerium unterstützt Jägerschaft

 

Im Hinblick auf die Forderungen im "Handlungsprogramm Schwarzwild" zur verstärkten Bejagung des Schwarzwildes hat das zuständige Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten (MUEEF) in Zusammenarbeit mit dem LJV zwei Förderprogramme aufgelegt, die ab sofort unter den aus den jeweiligen Zuwendungsverträgen über die Weiterleitung eines Zuschusses ersichtlichen Voraussetzungen in Anspruch genommen werden können. Die Förderung erfolgt aus Mitteln der Jagdabgabe.

Programm "10.000 Drückjagdböcke Plan Rheinland-Pfalz":

Gefördert wird der Kauf von Drückjagdböcken bzw. Drückjagdleitern mit einem Festbetrag von 75,- Euro /Stück. Antragsberechtigt sind in Rheinland-Pfalz jagdausübungsberechtigte Personen (Nachweis über entsprechenden Eintrag im Jagdschein).

Die Mindestzahl beträgt fünf Drückjagdböcke/Drückjagdleitern. Die Höchstzahl richtet sich nach der Größe der nachgewiesenen Jagdrevierfläche und ist beschränkt auf max. eine Einrichtung pro angefangene 10 ha Jagdbezirksfläche.

 

 

Anträge hier

 

 

Wolfspräventionsgebiete

    Umweltministerium informiert: Verbandsgemeinden Prüm, Gerolstein und Adenau
    ab sofort Wolfspräventionsgebiet

 

*Aufgrund von Wolfsnachweisen in NRW weist Rheinland-Pfalz Regionen im Grenzgebiet als Teilpräventionsgebiet aus / Förderungen zum Herdenschutz möglich.*

 

 

„Rheinland-Pfalz weist vorsorglich die Verbandsgemeinden Prüm, Gerolstein und Adenau als Pufferzone bzw. Teilpräventionsgebiet aus. Dort ansässige Tierhalter mit Schafen und Ziegen sowie Wildgehegen können ab sofort Förderungen zum Herdenschutz bei der Stiftung für Natur und Umwelt (SNU) beantragen“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken heute. Grund für die Ausweisung: Das Wolfsgebiet Eifel-Hohes Venn in Nordrhein-Westfalen berührt in Teilen auch die Landesgrenze von Rheinland-Pfalz. Das Umweltministerium in Nordrhein-Westfalen hat nach Wolfssichtungen und genetischen Nachweisen im Juli dieses Jahres das Wolfsgebiet Eifel-Hohes Venn samt einer Pufferzone ausgerufen. Denn es geht davon aus, dass sich dort ein männlicher Wolf niedergelassen hat. Dieser ist bisher noch nicht in Rheinland-Pfalz nachgewiesen worden, allerdings können Wölfe durchaus weite Strecken zurücklegen. Eine Überschreitung der Landesgrenze ist somit möglich. Schaf-, Ziegen- und landwirtschaftliche Gatterwildhalter im Teilpräventionsgebiet können daher Förderungen von bis zu 100 Prozent für Präventionsmaßnahmen wie Zaunmaterialien in Anspruch nehmen. „Auf diese Weise wollen wir einen flächendeckenden Herdenschutz erreichen und die Halterinnen und Halter unterstützen“, so Höfken weiter.*Erneute Wolfssichtungen im Westerwald*Im Juni dieses Jahres konnten zudem bei Staudt im Westerwald auf der Gemarkung Heiligenroth und im Juli beim nahe gelegenen Bendorf Videoaufnahmen von wolfsähnlichen Tieren gemacht werden. Die Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) hat diese Aufnahmen der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes für den Wolf (DBBW) zur Prüfung gegeben. Diese hat nun bestätigt, dass es sich auf beiden Aufnahmen tatsächlich um Wölfe handelt.
Da kein DNA-Nachweis vorliegt, kann jedoch nicht festgestellt werden, ob es sich um dasselbe Tier handelt und ob es bereits anderweitig gesichtet bzw. nachgewiesen wurde.

Das Umweltministerium hat bereits im Mai vergangenen Jahres das Präventionsgebiet Westerwald ausgewiesen, das die Landkreise Altenkirchen, Westerwald und Neuwied sowie die Stadt Koblenz und kleinere Teil der Landkreise Mayen-Koblenz und Rhein-Lahn umfasst. Auch im Präventionsgebiet Westerwald können Tierhalter mit Schafen und Ziegen sowie Wildgehegen eine Förderung von
Präventionsmaßnahmen beantragen.*Hintergrund:*Förderungen für Präventionsmaßnahmen können bei der Stiftung für Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz (SNU) beantragt werden. Weitere Informationen sind im
Internet abrufbar unter: https://snu.rlp.de/de/projekte/woelfe/Der im Jahr 2015 beschlossene Managementplan zum Umgang mit Wölfen in Rheinland-Pfalz sieht die Möglichkeit für Präventions- und Ausgleichsmaßnahmen vor. So werden Schäden an Nutztieren zu 100 Prozent von der Landesregierung übernommen, wenn der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden kann. Der Managementplan ist online abrufbar unter: Wolfmanagementplan

 

Reduzierung der Gewichtsklasse

Monitoring Schweinepest - Reduzierung der Gewichtsklasse bei gesund erlegten Wildschweinen von 30 kg auf 20 kg

 

Information, über die aktuellen Anforderungen für die Einsendung von Proben zur Untersuchung auf Klassische Schweinepest (KSP), bei den gesund erlegten Tieren, von 30 kg auf 20 kg herabgesetzt wurde

(Link LUA auf konsolidierte Verfügung: https://lua.rlp.de/fileadmin/lua/Downloads/Tiere/Anordnungen/19_07_11_KSP-ASP-Anordung_Monitoring_konsolidierte_Fassung.pdf).

Das bedeutet konkret: Bei gesund erlegten Wildschweinen sind nur noch Proben bis zu einem Gewicht (aufgebrochen) von 20 kg zur Untersuchung auf Klassische Schweinepest zu entnehmen bzw. einzusenden (à wichtige Indikatortiere für KSP).

Mit dieser Maßnahme hoffen wir, die Bejagung weiter zu fördern und gleichzeitig zu einer Entlastung der Jagdausübungsberechtigten beizutragen.

Hinweis: Die Verpflichtung zur Einsendung von Proben von verendet gefundenen, krank erlegten oder verunfallten Wildschweinen besteht unverändert weiter (à wichtige Indikatortiere für ASP und KSP).

Riesenzecke überträgt Fleckfieber erstmals in Deutschland

Riesenzecke überträgt Fleckfieber erstmals in Deutschland

Hyalomma-Zecke
© Sergey Toronto - stock.adobe.com

Die Hyalomma-Zecke hat erstmals das Fleckfieber in Deutschland übertragen.


Erstmals soll in Deutschland ein Mensch durch den Stich einer tropischen Riesenzecke an Fleckfieber erkrankt sein. In der Zecke sei der betreffende Erreger nachgewiesen worden, teilte die Universität Hohenheim in Stuttgart am Mittwoch mit. Ein Pferdebesitzer aus dem Raum Siegen (Nordrhein-Westfalen) hatte eine Hyalomma-Zecke Ende Juli nach einem Stich an die Zeckenforscher in Hohenheim geschickt. Wenige Tage später war er mit schweren Krankheitssymptomen und Verdacht auf Zecken-Fleckfieber ins Krankenhaus gekommen. Er konnte erfolgreich mit Antibiotika behandelt werden.

Übertragung des Fleckfiebers möglich

"Damit wissen wir jetzt nicht nur sicher, dass die Hyalomma-Zecke auch Menschen sticht", sagte Ute Mackenstedt, Parasitologin an der Universität Hohenheim. Klar sei auch, dass in Deutschland eine Übertragung des Zecken-Fleckfiebers durch die Tiere tatsächlich möglich ist. Ärzte müssten künftig eine Infektion als mögliche Ursache in Betracht ziehen und entsprechend wachsam sein, sagte sie.

Symptome des Fleckfiebers

Das Bakterium Rickettsia aeschlimannii verursacht einen fieberhaften Infekt mit Kopf- und Muskelschmerzen, extremen Gelenkschmerzen und einem Gefühl, als würde man verbrennen. Typisch für die Erkrankung ist der Hautausschlag, der dem Fleckfieber den Namen gibt. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts ist Fleckfieber eine in Deutschland höchst selten auftretende Krankheit. In den vergangenen Jahren habe es nur vereinzelte Fälle gegeben, alle seien aus dem Ausland importiert worden.

Fast jede zweite Riesenzecke trägt den Fleckfieber-Erreger

Die Zahl gefundener Hyalomma-Zecken ist in Deutschland in den vergangenen Monaten und im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. "2019 haben wir zusammen bis jetzt schon 50 Exemplare in Deutschland gefunden. Letztes Jahr waren es insgesamt 35", sagt Mackenstedt. Von den 2019 gefundenen Exemplaren trägt laut Mackenstedt fast jedes zweite den Fleckfieber-Erreger in sich. Erstmals konnten nach Einschätzung der Experten in diesem Jahr Hyalomma-Zecken in Deutschland auch überwintern. (dpa)

 

 

 

Handlungsprogramm Schwarzwild 2019/2020

  Handlungsprogramm zur Reduzierung überhöhter Schwarzwildbestände und zur Absenkung des Risikos einer Ausbreitung von Tierseuchen für das Jagdjahr 2019/2020

 

Gemeinsame Bejagungsempfehlungen und Maßnahmen des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten, des Landesjagdverbandes Rhein-land-Pfalz e. V., der Interessengemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer im Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e. V., der Fachgruppe Jagdgenossenschaften im Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz-Süd e. V., des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz e. V., des Ökologischen Jagdverbandes Rheinland-Pfalz e. V., des Landesverbandes der Berufsjäger Rheinland-Pfalz/Saarland e. V. und des Landkreistages Rheinland-Pfalz

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ASP: Ausbruch in Serbien

ASP: Ausbruch in Serbien – neue Fälle in Bulgarien

Hausschwein
© svetazi - stock.adobe.com

Erstmals wurde die ASP in einem Hausschweinbestand in Serbien nachgewiesen.

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Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest als Übungsszenarium

Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest als Übungsszenarium

Ging man bisher davon aus, dass sich die Afrikanische Schweinepest (kurz ASP genannt, weitere Infos siehe Kasten unten) von Osteuropa aus Richtung Westen ausbreitet, ist man seit dem Ausbruch der ASP in Ostbelgien eines Besseren belehrt worden. Grund genug für die Veterinärbehörden und den Zivil- und Katstrophenschutz den Ausbruch der ASP bzw. deren Eindämmung und Bekämpfung als Übungsszenarium abzuarbeiten.

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Heute Belgien, morgen wir

ASP: Heute Belgien, morgen wir?

Die Afrikanische Schweinepest steht nicht nur vor der Tür. Spätestens seit dem Auftreten in Belgien hat sie bereits angeklopft. Sollte das Virus über Wildschweine in die Eifel gelangen, stehen deutschen Schweinehaltern schwere Zeiten bevor.

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Afrikanische Schweinepest: Chronologie

 

09.02.2019

ASP in Belgien: Verhaftungen von Forstbeamten

Die belgischen Behörden haben, im Rahmen der Untersuchung wie die Afrikanische Schweinepest ins Land kam, vier Personen verhaftet.

 

Die Afrikanische Schweinepest ist weiter auf dem Vormarsch. Hier finden Sie die Fälle des vergangenen halben Jahres. Anfang des Monats berichteten sowohl China als auch europäische Länder von neuen Ausbrüchen.


08. Februar 2019:

Neue ASP-Fälle in Belgien, Polen und China

In Belgien wurden inzwischen mindestens 405 mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizierte Wildschweine gemeldet. Mit 113 positiven Tieren ist damit der Januar 2019 der Monat mit den meisten Fällen nach dem Oktober 2018.

Frankreich verstärkt auch deshalb weiter seine Maßnahmen, um zu verhindern, dass die ASP die Grenze überschreitet. In der so genannten weißen Zone soll dazu jedes Wildschwein erschossen werden.

Auch andere europäische Länder berichten von weiteren Ausbrüchen der Afrikanischen Schweinepest:

  • In Polen ist die Tierseuche in die Wildschweinpopulationen im Osten und Nordosten zurückgekehrt. Allein in der ersten Januarwoche wurden an 70 Orten in den Regionen Masowien, Ermland-Masuren, Podlachien und Lublin 137 Tiere tot aufgefunden.
  • Rumänien meldet wöchentlich neue Fälle, darunter auch vier Ausbrüche bei Hausschweinen. Dreimal waren Hinterhofhaltungen betroffen, einmal wurde ein Schwein tot an einer Straße aufgefunden.
  • In der Ukraine sind ebenfalls zwei Hinterhofhaltungen von der ASP betroffen.
  • China berichtet unterdessen, dass die Zahl der neuen Fälle langsam zurückgehen würde. So wurden im Januar nur fünf neue Fälle bestätigt. Zum 1. Februar wurden deshalb die Kontrollbeschränkungen in 92 Gebieten in 23 Provinzen aufgehoben. 17 Provinzen "wurden von der Epidemie befreit". Das chinesische Landwirtschaftsministerium warnte jedoch davor, dass das ASP-Risiko noch einige Zeit bestehen bleibe und forderte Wachsamkeit und Kontrollen.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat ihre Schätzung der Zahl der getöteten Schweine in China auf insgesamt mehr als 950.000 erhöht.

 


22. Januar 2019: ASP-Fälle in der Mongolei

In der Provinz Bulgan, etwa 270 km entfernt von der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar ein Fall von Afrikanischer Schweinepest gemeldet. In einer Hinterhofhaltung hatten sich 85 Schweine infiziert, insgesamt 214 Tiere mussten nach Angaben der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) vorsorglich gekeult werden.

Der Fall in der Mongolei sorgt für Aufsehen, da das Land bisher frei von der Tierseuche war, obwohl es Grenzen zu China und Russland hat, die beide mit der Afrikanischen Schweinepest kämpfen. Zudem ist die Schweinehaltung in der Mongolei weit weniger verbreitet als in China, sodass Die Verbreitung des Virus eingeschränkt ist. 

 


18. Januar: Viele neue ASP-Fälle

In der ersten Januarhälfte hat die Weltgesundheitsorganisation (OIE) viele neue Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bestätigt. Außer in China und der Ukrainie gab es allerdings keine neuen Fälle in Hauschweinebeständen.

Den ersten Ausbruch der ASP meldete die Mongolei. Dort waren in der Region Bulgan auf einem landwirtschaftlicher Betrieb rund 300 Schweine betroffen. 85 starben an dem Virus, 214 wurden gekeult.

Neue Fälle von Afrikanischer Schweinepest gab es unter anderem in folgenden Ländern:

  • Polen
  • Rumänien
  • Ungarn
  • Lettland
  • Ukrainie
  •  

11. Januar 2019: ASP an der französischen Grenze

Zwischen den belgischen Ortschaften Meix-devant-Virton und Sommethonne, nur wenig Kilometer von der französischen Grenze entfernt, wurden zwei Wildschweine positiv auf die Afrikanische Schweinepest getestet. Das bestätigte der wallonische Landwirtschaftsminister René Collin. Damit befinden sich die beiden Seuchenfälle außerhalb der bisher eingerichteten Pufferzone. Diese wird daher auf einen Teil des erweiterten Beobachtungsgebiets im Südwesten ausgedehnt. Zudem ist für kommenden Donnerstag (17.Januar 2019) ein Treffen mit den französischen Behörden geplant. Es sei nach Angaben der belgischen Behörden nicht auszuschließen, das infizierte Wildschweine die französische Grenze überschritten haben.

 


08. Januar 2019: Russland meldet 8 Mio. getötete Schweine durch ASP

In Russland sind im vergangenen Jahr gut 250 Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Hausschweinbeständen aufgetreten.

Wie das Moskauer Landwirtschaftsministerium mitteilte, mussten deshalb etwa 250.000 Schweine gekeult werden. Die Höhe des Schadens beziffert das Agrarressort auf umgerechnet gut 15 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es nur 1,2 Mio. Euro.

Insgesamt mussten seit dem ersten Ausbruch der Tierseuche im Jahr 2007 rund 8 Mio. Schweine getötet werden. Dadurch seien Einbußen in Höhe von umgerechnet 507 Mio Euro. entstanden.

 


08. Januar 2019: EU meldet insgesamt 1.435 Ausbrüche in 2018

In der Europäischen Union einschließlich der Ukraine gab es 2018 bis zum Stichtag 18. Dezember nach Angaben des Tierseuchenmeldesystems (ADNS) insgesamt 1.435 ASP-Ausbrüche in Nutzschweinbeständen.

2017 waren es nur 248 Fälle. Mit 1.150 Virusnachweisen waren dabei die rumänischen Hausschweinehalter mit Abstand am stärksten betroffen, gefolgt von Polen mit 109 und der Ukraine mit 104 Ausbrüchen.

Zudem gab es EU-weit bis Mitte Dezember 2018 fast 6.000 ASP-Fälle bei Wildschweinen. Das sei verglichen mit dem Vorjahr eine Zunahme um gut 50 Prozent

 


04. Januar 2019: Neue ASP-Fälle auch in Belgien

Laut der Welttiergesundheitsorganisation (OIE) kam es auch in Belgien zu neuen Fällen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen. Rund um die Weihnachtsfeiertage (20. bis 25. Dezember 2018) wurden 10 Ausbrüche in der Region Luxembourg gemeldet.

Insgesamt fand man laut der Behörde 22 verendete Wildschweine, bei allen wurde der Erreger der ASP nachgewiesen.

 


Update vom 08. Januar 2019: Der belgische Bauernverband wies am vergangenen Freitag darauf hin, dass entgegen anderslautender Gerüchte keine ASP-infizierten Wildschweine außerhalb der eingezäunten Kernsicherheitszone gefunden worden seien. Dort wurden bis zum 21. Dezember 2018 insgesamt 245 infizierte Wildschweinekadaver gefunden.

In Belgien gibt es Untersuchungen, wie die Afrikanische Schweinepest ins Land kam und Wildschweine infizierte (Symbolbild).


Im Rahmen der Untersuchung, wie die Afrikanische Schweinepest nach Belgien kommen konnten, wurden diese Woche Hausdurchsuchungen durchgeführt sowie insgesamt vier Personen festgenommen. Darunter auch ein 63-jähriger Mann. Dem Forstwirt wird vorgeworfen, dass er bereits im Juni eine ungewöhnlich hohe Zahl von Wildschweinkadavern gefunden und dies nicht den Behörden gemeldet hat.

Im September wurde der Ausbruch der ASP in Belgien bestätigt.

Hat der Import von kranken Tieren das Virus nach Belgien gebracht?

Regionalen belgischen Medien zufolge, könnte der Verdächtige auch als Vermittler zwischen „Wildschweinlieferanten“ aus östlichen Ländern und Jagdorganisatoren fungiert haben. Die importierten Tiere könnten möglicherweise infiziert gewesen sein und den Virus ins Land gebracht haben.

Auch belgische Soldaten, die im Baltikum auf millitärischen Übungen waren, standen unter Verdacht den Virus in Deutschlands Nachbarland verschleppt zu haben. Weitere Untersuchungen und Befragungen sollen nun für Aufklärung sorgen.

 


21.12.2018

Aktuelles zur Afrikanischen Schweinepest (ASP)

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in den Wildschweinbeständen vieler Regionen Osteuropas immer weiter aus (Ungarn, Polen, Baltikum, Moldawien, Rumänien, und Bulgarien, Weißrussland, Russische Föderation, Ukraine, Georgien, Armenien und Aserbaidschan). Auch Belgien ist mittlerweile betroffen (s. u.). Vielfach wurden auch Hausschweinebestände mit ASP infiziert. Auf der italienischen Insel Sardinien kommt die Afrikanische Schweinepest bereits seit Jahrzehnten vor. Nur in Tschechien scheint die Infektion zum Stillstand gekommen zu sein.


9. Oktober 2018:

Auf einem Armeegelände in der Nähe der Stadt Arlon in der Provinz Luxemburg (Belgien) wurden bereits im September drei verendete Wildschweine gefunden. Zwei davon waren mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert.

Dieser Umstand führt jetzt zu Spekulationen, dass das Virus möglicherweise von Soldaten eingeschleppt wurde, die in baltischen Staaten an militärischen Übungen teilgenommen haben. Zudem waren in der letzten Zeit polnische und tschechische Soldaten im Camp Lagland.

Auf diesem Übungsgelände waren zudem Berichten zufolge in den vergangenen Monaten auch Soldaten aus Polen und Tschechien zu Gast – beides Staaten, in denen die ASP grassiert. Deshalb ist auch nicht auszuschließen, ob möglicherweise nicht diese das Virus ins Land brachten.

Ursprünglich berichtete eine belgische öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt über die militärischen Übungen der belgischen Soldaten und den möglichen Zusammenhang zum ASP-Ausbruch. Diese Information wurde nun laut "agrarheute.com" vom belgischen Verteidigungsministerium bestätigt.


9. Oktober 2018: 70 gemeldete ASP-Fälle in Belgien
In Belgien nimmt die Zahl der gemeldeten Fälle weiter zu. Bei insgesamt 70 verendeten Wildschweinen wurde der Virus mittlerweile nachgewiesen. Am vergangenen Freitag lag die Zahl noch offiziell bei 44 Tieren.


8. Oktober 2018: ASP in Ungarn
Auch aus dem Osten Europas werden weitere Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gemeldet. Zuletzt wurde ein Wildschwein in Ungarn positiv auf die Tierseuche getestet. Das Tier stammt aus der Nähe der Stadt Tokaj im Nordosten des Landes.

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Mitteilung des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten vom 18.09.2018

 Mitteilung des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten vom 18.09.2018


 Sehr geehrte Damen und Herren,

wie uns das BMEL mitteilt, wurden am 09.09.2018 im südwestlichen Teil Belgiens (in der französisch-luxemburgischen Grenzregion zwischen Étalle und Bleid ca. 60 km von der deutschen Grenze entfernt) drei tote Wildschweine (im Stadium der fortgeschrittenen Verwesung) gefunden. Ein offensichtlich krankes Jungtier ohne Streifenfärbung wurde in der Umgebung aufgefunden und erlegt. Alle vier Tiere wurden beprobt. Der Ausbruch der ASP wurde durch die zuständigen belgischen Behörden am 13.09.2018 bei zwei Tieren amtlich festgestellt.

Der Fundort der toten Wildschweine liegt mitten im Wald, Landwirtschaft oder Straßen befinden sich nicht in der näheren Umgebung. Die Autobahn E 25 und die N  83 als wichtige Verkehrswege befinden sich jedoch nicht weit entfernt. Einige wenige Kleinhaltungen grenzen an die betroffene Region. Eine Fallwildsuche wurde durch die zuständigen belgischen Behörden eingeleitet. Die Eintragsursache ist noch unbekannt.

Zwischenzeitlich hat sich die Zahl der offiziell positiv bestätigten Wildschweine auf fünf Tiere erhöht.

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Die Afrikanische Schweinepest war Schwerpunkt der Versammlung der Bauernverbände Daun und Cochem-Zell

Darscheid. Die Afrikanische Schweinepest war Schwerpunkt der  Versammlung der Bauernverbände Daun und Cochem-Zell.

„Arbeit mit Leidenschaft“ heißt der Slogan der Deutschen Bauern. Doch mit der Leidenschaft für den Beruf ist das so eine Sache, wenn die Rahmenbedingungen nicht so sind, wirtschaftlich arbeiten zu können.

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neue Tierart entdeckt das "Sündenbockschwein"

Sollte die afrikanische Schweinepest auf Deutschland übergreifen, wäre das für die Landwirtschaft katastrophal. Bauernverbände und Agrarpolitiker blasen zur Jagd auf Wildschweine. Doch der Verdacht liegt nahe, dass sie damit von strukturellen Ursachen ablenken wollen.

"Wie jeder Jahr feiert die deutsche Landwirtschaft in der zweiten Januarhälfte eine riesige Party. Auf der am Freitag eröffneten „Grünen Woche“ in Berlin werden bis zum 28.Januar wieder mehrere Hunderttausend Besucher erwartet. Doch die Feierlaune ist in der Branche derzeit eher gedämpft. Denn mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ist eine Seuche auf dem offenbar unaufhaltsamen Weg nach Deutschland. Die könnte einen der wichtigsten Eckpfeiler der Agrarproduktion mächtig ins Wanken bringen. Schon die nachgewiesene Erkrankung eines einzigen Wildschweins würde zwingend zu einem Exportstopp in alle Länder außerhalb der EU führen. Noch gravierender wären die Folgen eines Befalls von Hausschweinen. Betroffene Bestände müssten komplett getötet und entsorgt werden. Zudem träten umfangreiche Restriktionen für die gesamte Produktionskette und den Transport in Kraft.
Zwar ist ASP sowohl für andere Tierarten als auch für den Menschen vollkommen ungefährlich. Selbst der Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln birgt keinerlei gesundheitliche Risiken. Doch die Folgen für die Fleischwirtschaft wären desaströs. Verluste in ein- bis zweistelliger Milliardenhöhe wären die Folge.
Quasi in letzter Minute will man nun mit umfangreichen Maßnahmen den Ausbruch der Seuche in Deutschland verhindern. Als „Hauptfeind“ haben Bauernverbände und Agrarpolitiker dabei das Wildschwein ausgemacht. Dieses findet in großen Teilen Deutschlands hervorragende Lebensbedingungen, nicht zuletzt aufgrund der riesigen Mais- und Raps-Monokulturen. Die bieten nicht nur einen stets reichlich gedeckten Esstisch, sondern auch optimale Rückzugsmöglichkeiten.
Und schuld soll jetzt das Wildschwein sein?
Entsprechend rasant entwickelt sich die Population der sehr fruchtbaren Tiere. Daran hat auch die 2017 vermeldete Rekord-Abschussquote von über 600.000 Wildschweinen nichts geändert. Die Agrar-Lobby fordert daher, mit einer Mischung aus brachialen Jagdmethoden (Fallenjagd, Abschaffung der Schonzeiten, Bejagung in Naturschutzonen) und Abschussprämien Tabula Rasa zu machen und den auf mehrere Millionen (genaue Schätzungen gibt es nicht) geschätzten Bestand um 70 Prozent zu reduzieren.
Beim Friedrich-Löffler-Institut (FLI) mit Sitz in Riems (bei Greifswald), das als Bundesbehörde für Tiergesundheit und die Seuchenbekämpfung zuständig ist, kann man diese Fokussierung auf Wildschweine als ASP-Risiko nicht nachvollziehen. Eine direkte Übertragung des Virus von Wild- auf Hausschweine sei angesichts der sehr hohen seuchenhygienischen Standards in Deutschland „weitgehend ausgeschlossen“, sagte eine Sprecherin des Instituts zu Cicero Online. Zwar stelle die hohe Wildschweindichte ein großes Reservoir zur Ausbreitung von ASP dar. Eine Reduzierung dieser Bestände reiche aber – egal in welcher Größenordnung – als Bekämpfungsmaßnahme nicht aus.
Die Wanderung der Viren

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Thema Leitbachen

Dogmen, Mythen, Missverständnisse: der Streit um die Leitbachen



Auch wenn wir es nicht zugeben werden: Bei den Sauen sind wir mit unserem Latein am Ende. Seit dreißig, vierzig Jahren hinken unsere Jagdstrecken hinter dem Zuwachs her. Trotz großer Anstrengungen und überaus liberalen Rechtsbestimmungen werden wir der Sauen nicht Herr.
Es kann deshalb nicht verwundern, dass immer unverblümter über Methoden nachgedacht wird, die mit traditioneller Jagd nur noch wenig zu tun haben: Kunstlicht zur Unterscheidung rangniederer Bachen an der Kirrung (in Bayern), kleine Kaliber zum geräuscharmen Schuss (in Nordrhein-Westfalen), Saufänge bzw. Frischlingsfänge, und schließlich als Nonplusultra die Pille für Schweine.

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Verpackungsgesetz

Wildbret-Abgabe: die meisten Jäger fallen nicht unter das Verpackungsgesetz

Das vom DJV in Auftrag gegebene Gutachten bestätigt, dass nur Jäger vom neuen Verpackungsgesetz betroffen sind, die gewerbsmäßig mit Wildbret handeln. Dennoch gibt es einige wichtige Dinge zu beachten.

Das Verpackungsgesetz löst zum Jahreswechsel die bislang geltende Verpackungsverordnung ab. (Quelle: DJV)
Das Verpackungsgesetz löst zum Jahreswechsel die bislang geltende Verpackungsverordnung ab. (Quelle: DJV)

Das neue Verpackungsgesetz, das zum 1. Januar 2019 in Kraft tritt, bringt auch für einige Jäger neue Pflichten mit sich. Zunächst bestanden noch erhebliche Unsicherheit darüber, wer von dem Gesetz betroffen ist. Jetzt bestätigt ein Verpackungsrechtsexperte in einem vom DJV in Auftrag gegebenen Gutachten: Jäger, die Wildbret verpackt - etwa vakuumiert - abgeben, handeln nicht „gewerbsmäßig“, wenn sie keine Gewinne aus der Jagd erzielen. Demnach sind sie vom kommenden Verpackungsgesetz nicht betroffen und müssen sich nicht registrieren.

Vor allem land- oder forstwirtschaftliche Betriebe, bei denen die Jagd ein Teil des Betriebes ist, fallen grundsätzlich in den Anwendungsbereich des Verpackungsgesetzes. Diese Betriebe können in vielen Fällen aber sogenannte „Serviceverpackungen“ verwenden und damit die Registrierungspflicht vermeiden. Der DJV hat sein Frage-Antwort-Papier zum Thema aktualisiert. Dort finden Jäger detaillierte Antworten zur möglichen Registrierungspflicht.

Das Verpackungsgesetz löst zum Jahreswechsel die bislang geltende Verpackungsverordnung ab. Neu ist unter anderem eine Registrierungspflicht für Hersteller von verpackten Produkten. Diese müssen sich (wie bisher) an einem „dualen System“ zur Entsorgung der Verpackung beteiligen.

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