ASP in Belgien

ASP Fall in Etalle, Belgien

Der rote Marker zeigt die Gemeinde Etalle in Belgien, wo heute (13.9.) ASP in toten Wildschweinen bestätigt wurde.


Am Donnerstag 13.09.2018 haben die Behörden bei tot aufgefundenen Wildschweinen in Belgien im Dreiländereck Frankreich, Luxemburg, Belgien etwa 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, die Afrikanische Schweinepest festgestellt. Bisher gibt es noch keinen Fall in Deutschland.
 
Das Bundesagrarministerium steht nach eigener Aussage in ständigem Austausch mit den belgischen Behörden und der EU-Kommission. „Die neue Situation nehme ich sehr ernst. Die Afrikanische Schweinepest stellt seit längerem auch für Deutschland eine Bedrohung dar und unsere Vorbereitung für den Krisenfall laufen", sagte Bundesagrarministerin Julia Klöckner.

Die rechtlichen Instrumente lägen vor, um die Afrikanische Schweinepest zu bekämpfen. Bereits im Juni habe sie ein Gesetz auf den Weg gebracht, mit dem die bestehenden Maßnahmen ergänzt werden und ein Ausbruch der ASP bei Wildschweinen noch effektiver bekämpft werden kann, beruhigt sie die Landwirte. "Das Gesetzesvorhaben steht kurz vor dem Abschluss. Jedoch Prävention steht an erster Stelle. Hier ist insbesondere Aufklärung gefragt, denn es sind vor allem Menschen, die einer Seuchenverbreitung Vorschub leisten, indem sie zum Beispiel Speisereste mit ASP-kontaminierten Schweinefleischerzeugnissen unachtsam entsorgen – eine Infektionsquelle für Wildschweine. Deshalb haben wir eine mehrsprachige Aufklärungskampagne gestartet. Hier informieren wir online und mit Flyern und Plakaten auch an Tank- und Rastplätzen.“

NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser betonte am Abend ebenfalls, dass man alle Vorbereitrungen abgeschlossen habe: "Wir sind in Nordrhein-Westfalen gut gerüstet." Für Freitag-Vormittag hat Heinen-Esser eine Sonder-Arbeitsgruppe einberufen, um die aktuelle ASP-Lage zu bewerten und das weitere Vorgehen zu beraten.

Und Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast stellt klar: „Wir haben es nun mit einer handfesten Bedrohung vor der Haustür zu tun. Den Ausbruch der Schweinepest so dicht an der deutschen Grenze nehmen wir sehr ernst. Niedersachsen hat sich in den vergangenen Monaten intensiv auf dieses Szenario vorbereitet. Prävention hat die höchste Priorität. Wir haben alle Gesetze auf den Weg gebracht, um die Gefährdung durch ASP zu bekämpfen.“
 
Das BMEL weist unterdessen erneut auf die strikte Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen in den Schweine haltenden Betrieben hin und insoweit auf die Vorgaben der Schweinehaltungshygieneverordnung. Zudem werden die Jagdausübungsberechtigten aufgefordert, verendet aufgefundene Wildschweine den jeweils zuständigen Behörde anzuzeigen, um eine entsprechende Untersuchung sicherzustellen.


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Erster Fall der Afrikanischen Schweinepest in Ungarn

Das Friedrich-Loeffler-Institut hat heute den ersten Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Ungarn bestätigt. Der Deutsche Jagdverband ruft Jagdreisende nach Ungarn zu größtmöglicher Vorsicht und Mitwirkung bei der Seuchenprävention auf.

 

(Berlin, 24. April 2018) Die Afrikanische Schweinepest ist erstmals in Ungarn aufgetreten. Das bestätigte die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) am 23. April 2018. Das verendete Wildschwein wurde bereits am 20. April im Kreis Heves in Nord-Ungarn gefunden, etwa 350 Kilometer östlich von der österreichischen Grenze entfernt. Der Deutsche Jagdverband (DJV) ruft zum Beginn der Jagd auf den Rehbock im Mai Ungarnreisende zu besonderer Vorsicht auf. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) informiert Auslandsjäger, wie sie bei der Seuchenprävention mitwirken können.

 

Jäger sollten nach dem Jagdaufenthalt ihre Ausrüstung wie Messer, Bekleidung und Stiefel noch im Gastland sorgfältig reinigen und desinfizieren. Das BMEL empfiehlt Jägern, die mit dem eigenen Auto anreisen, dieses möglichst nicht für Revierfahrten zu nutzen und noch vor Antritt der Rückreise zu desinifizieren. Schwarzwild-Trophäen müssen ebenfalls desinifiziert sein. Der Import von Wurst, Fleischwaren oder Hundefutter aus Restriktionszonen sollte unbedingt vermieden werden. Sollte der Jäger gleichzeitig Schweinehalter sein, bittet das Bundeslandwirtschaftsministerium auf Jagdreisen in betroffene Gebiete zu verzichten.

 

Die Afrikanische Schweinepest war Schwerpunkt der Versammlung der Bauernverbände Daun und Cochem-Zell

Darscheid. Die Afrikanische Schweinepest war Schwerpunkt der  Versammlung der Bauernverbände Daun und Cochem-Zell.

„Arbeit mit Leidenschaft“ heißt der Slogan der Deutschen Bauern. Doch mit der Leidenschaft für den Beruf ist das so eine Sache, wenn die Rahmenbedingungen nicht so sind, wirtschaftlich arbeiten zu können.

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Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V.: Afrikanische Schweinepest darf nicht Ausrede sein

TVT-Presseinformation

Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V.: Afrikanische Schweinepest darf nicht Ausrede sein, Gebote des Tierschutzes und der Waidgerechtigkeit bei der Wildschweinjagd zu missachten

Bramsche, 15. Februar 2018 - Die in Deutschlands Nachbarländern aufgetretene Afrikanische Schweinepest (ASP) und deren Eindämmung ruft derzeit intensive Diskussionen hervor. Dabei wird

der freilebenden Wildschweinpopulation eine wichtige Rolle als Eintrittspforte und Reservoir der Erkrankung in Deutschland zugeschrieben. Deshalb wird von verschiedener Seite eine verschärfte

Bejagung der Wildschweine gefordert. Dabei werden Jagdmethoden diskutiert, die aus Sicht des Tierschutzes abzulehnen sind.

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neue Tierart entdeckt das "Sündenbockschwein"

Sollte die afrikanische Schweinepest auf Deutschland übergreifen, wäre das für die Landwirtschaft katastrophal. Bauernverbände und Agrarpolitiker blasen zur Jagd auf Wildschweine. Doch der Verdacht liegt nahe, dass sie damit von strukturellen Ursachen ablenken wollen.

"Wie jeder Jahr feiert die deutsche Landwirtschaft in der zweiten Januarhälfte eine riesige Party. Auf der am Freitag eröffneten „Grünen Woche“ in Berlin werden bis zum 28.Januar wieder mehrere Hunderttausend Besucher erwartet. Doch die Feierlaune ist in der Branche derzeit eher gedämpft. Denn mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ist eine Seuche auf dem offenbar unaufhaltsamen Weg nach Deutschland. Die könnte einen der wichtigsten Eckpfeiler der Agrarproduktion mächtig ins Wanken bringen. Schon die nachgewiesene Erkrankung eines einzigen Wildschweins würde zwingend zu einem Exportstopp in alle Länder außerhalb der EU führen. Noch gravierender wären die Folgen eines Befalls von Hausschweinen. Betroffene Bestände müssten komplett getötet und entsorgt werden. Zudem träten umfangreiche Restriktionen für die gesamte Produktionskette und den Transport in Kraft.
Zwar ist ASP sowohl für andere Tierarten als auch für den Menschen vollkommen ungefährlich. Selbst der Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln birgt keinerlei gesundheitliche Risiken. Doch die Folgen für die Fleischwirtschaft wären desaströs. Verluste in ein- bis zweistelliger Milliardenhöhe wären die Folge.
Quasi in letzter Minute will man nun mit umfangreichen Maßnahmen den Ausbruch der Seuche in Deutschland verhindern. Als „Hauptfeind“ haben Bauernverbände und Agrarpolitiker dabei das Wildschwein ausgemacht. Dieses findet in großen Teilen Deutschlands hervorragende Lebensbedingungen, nicht zuletzt aufgrund der riesigen Mais- und Raps-Monokulturen. Die bieten nicht nur einen stets reichlich gedeckten Esstisch, sondern auch optimale Rückzugsmöglichkeiten.
Und schuld soll jetzt das Wildschwein sein?
Entsprechend rasant entwickelt sich die Population der sehr fruchtbaren Tiere. Daran hat auch die 2017 vermeldete Rekord-Abschussquote von über 600.000 Wildschweinen nichts geändert. Die Agrar-Lobby fordert daher, mit einer Mischung aus brachialen Jagdmethoden (Fallenjagd, Abschaffung der Schonzeiten, Bejagung in Naturschutzonen) und Abschussprämien Tabula Rasa zu machen und den auf mehrere Millionen (genaue Schätzungen gibt es nicht) geschätzten Bestand um 70 Prozent zu reduzieren.
Beim Friedrich-Löffler-Institut (FLI) mit Sitz in Riems (bei Greifswald), das als Bundesbehörde für Tiergesundheit und die Seuchenbekämpfung zuständig ist, kann man diese Fokussierung auf Wildschweine als ASP-Risiko nicht nachvollziehen. Eine direkte Übertragung des Virus von Wild- auf Hausschweine sei angesichts der sehr hohen seuchenhygienischen Standards in Deutschland „weitgehend ausgeschlossen“, sagte eine Sprecherin des Instituts zu Cicero Online. Zwar stelle die hohe Wildschweindichte ein großes Reservoir zur Ausbreitung von ASP dar. Eine Reduzierung dieser Bestände reiche aber – egal in welcher Größenordnung – als Bekämpfungsmaßnahme nicht aus.
Die Wanderung der Viren

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Handlungsprogramm Schwarzwild

Handlungsprogramm zur Reduzierung überhöhter Schwarzwildbestände und zur Absenkung des Risikos einer Ausbreitung von Tierseuchen für das Jagdjahr 2017/2018

 

Gemeinsame Bejagungsempfehlungen und Maßnahmen des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten, des Landesjagdverbandes Rheinland- Pfalz e. V., der Interessengemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer im Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e. V., der Fachgruppe Jagdgenossenschaften im Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz-Süd e. V., des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz e. V., desÖkologischen Jagdverbandes Rheinland-Pfalz e. V. und des Landesverbandesder Berufsjäger Rheinland-Pfalz/Saarland e. V.

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Thema Leitbachen

Dogmen, Mythen, Missverständnisse: der Streit um die Leitbachen



Auch wenn wir es nicht zugeben werden: Bei den Sauen sind wir mit unserem Latein am Ende. Seit dreißig, vierzig Jahren hinken unsere Jagdstrecken hinter dem Zuwachs her. Trotz großer Anstrengungen und überaus liberalen Rechtsbestimmungen werden wir der Sauen nicht Herr.
Es kann deshalb nicht verwundern, dass immer unverblümter über Methoden nachgedacht wird, die mit traditioneller Jagd nur noch wenig zu tun haben: Kunstlicht zur Unterscheidung rangniederer Bachen an der Kirrung (in Bayern), kleine Kaliber zum geräuscharmen Schuss (in Nordrhein-Westfalen), Saufänge bzw. Frischlingsfänge, und schließlich als Nonplusultra die Pille für Schweine.

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