Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest als Übungsszenarium

Ging man bisher davon aus, dass sich die Afrikanische Schweinepest (kurz ASP genannt, weitere Infos siehe Kasten unten) von Osteuropa aus Richtung Westen ausbreitet, ist man seit dem Ausbruch der ASP in Ostbelgien eines Besseren belehrt worden. Grund genug für die Veterinärbehörden und den Zivil- und Katstrophenschutz den Ausbruch der ASP bzw. deren Eindämmung und Bekämpfung als Übungsszenarium abzuarbeiten.

So trafen sich am Samstag, den 10. November 76 Personen aus Behörden und Rettungseinrichtungen (davon 66 Ehrenamtler) im Katastrophenschutzzentrum des Eifelkreises in Bitburg, um folgendes Szenario ablaufen zu lassen:

Am 4. Dezember bekommt das Veterinäramt des Eifelkreises die Meldung, dass ein im Kammerwald (Gemarkung Geichlingen in der VG Südeifel) verendetes Wildschwein positiv auf die Afrikanische Schweinepest getestet wurde. Daraufhin aktiviert Landrat Dr. Streit den Krisenstab unter Federführung von Rudolf Heck, dem Leiter des Veterinäramtes. Dieses wiederum alarmiert die Technische Einsatzleitung (TEL), um die nun notwendigen Maßnahmen zu koordinieren und zu unterstützen.

Zunächst gilt es die Bergung des toten Wildschweines mit den entsprechenden Schutzmaßnahmen in Auftrag zu geben. Parallel läuft dazu die Planung der personalintensiven und großflächigen Suche nach weiteren toten Wildschweinen (sog. Fallwild) im Radius von 4km um den Fundort, was einer Fläche von 50 qkm entspricht.

In diesem Zusammenhang wurde den Anwesenden eine App vorgestellt, die dem Bergungs- und Suchtrupp wertvolle Hilfe leisten kann. Dieses GPS-unterstütze Programm kann mittlerweile auf 1 Meter genau Standorte messen.

Nach 4 Stunden Übung hatte man die wesentlichen Erstmaßnahmen geplant und fiktiv auf den Weg gebracht. Zufrieden zeigte Übungsleiter und stellv. Leiter der Technischen Einsatzleitung Herr Marko Engler über die disziplinierte und konzentrierte Arbeit der einzelnen Stäbe und über die gute Zusammenarbeit mit den Fachberatern der anderen Behörden und Organisationen. Da Seuchen nicht an Verwaltungsgrenzen halt machen, war auch die Technische Einsatzleitung des Kreises Trier-Saarburg mit einer Abordnung von 15 Aktiven vor Ort, um sich ein Bild vom Leistungsstand der hiesigen Kameraden zu machen und im Fall einer großflächigen Ausbreitung der ASP die Akteure im Krisenstab kennenzulernen.

Beteiligt an der Übung waren das Veterinäramt des Eifelkreises unter der Leitung von Herr Heck, die Technischen Einsatzleitung inklusive der Einsatzgruppe Information und Kommunikation (IuK), ein IT-Experte des Eifelkreises (Stefan Mayer), Fachberater der Bundeswehr, des DRK, des THW und der Polizeiinspektion Bitburg unter Führung von HK Wolfgang Zenner.

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