Glyphosat erhöht das Krebsrisiko?

Glyphosat: Was bedeutet das Verbot für Landwirtschaft und Umwelt?

Ab Ende 2023 ist der Einsatz von Glyphosat in Deutschland verboten. © JuergenL - stock.adobe.com

Ab Ende 2023 ist der Einsatz von Glyphosat in Deutschland verboten.


Was ist Glyphosat eigentlich? Jeder spricht davon, doch eine Antwort darauf haben die wenigsten. Das 1950 synthetisierte und seit den 1970er Jahren massiv in der Landwirtschaft eingesetzte Unkrautvernichtungsmittel gilt als hochwirksames und preiswertes Totalherbizid. Es ist eine geruchlose, nicht flüchtige, wasserlösliche Substanz, die als Säure oder Salz hergestellt wird. Die Wirkung als Totalherbizid beschränkt sich auf Pflanzen, die direkt mit dem Wirkstoff besprüht werden.

In Deutschland wurden in den vergangenen Jahren allein in der Landwirtschaft jährlich rund 5.000 Tonnen und im Hausgartenbereich etwa 90 Tonnen Glyphosat angewandt. Sein Anteil an allen verkauften Pflanzenschutzmitteln beträgt zumindest 30 Prozent. So ist Glyphosat zum Beispiel Wirkstoff des häufig eingesetzten Pflanzenschutzmittels „Roundup“. Es vernichtet „Unkräuter“ und Konkurrenzpflanzen auf Feldern mit Mais, Raps, Zuckerrübe und anderen Nutzpflanzen. Neben dem US-Konzern Monsanto wird das Mittel seit Auslaufen des Patents im Jahr 2000 nun von über 90 weiteren Herstellern vertrieben. Der größte Erzeuger ist derzeit die Volksrepublik China mit etwa 40 Prozent der weltweit erzeugten 700.000 Tonnen.

Glyphosat erhöht das Krebsrisiko?

Im Jahre 2015 stufte die Internationale Agentur für Krebsforschung der WHO Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ für den Menschen ein. Demgegenüber fanden jedoch einige europäische – aus Deutschland EFSA, ECHA und BfR – sowie Behörden in den USA, Kanada, Australien, Japan und Neuseeland keine ausreichenden Hinweise auf ein Krebsrisiko für den Menschen.

Ebenso wird kein erbgutschädigendes Risiko gesehen und Glyphosat ist auch kein Nervengift. Lebensmittel, Trinkwasser und Futtermittel werden routinemäßig auf Glyphosat und sein Abbauprodukt Aminomethylphosphonsäure (AMPA) untersucht. Im Untersuchungszeitraum (2012 – 2016) wurde in Österreich bei keiner Lebensmittelprobe der gesetzliche Rückstandshöchstgehalt überschritten. In Trinkwasser und Futtermitteln fanden sich überhaupt keine Rückstände (AGES, 2017). Unabhängig davon existieren jedoch Bedenken von Umweltbundesämtern, dass aufgrund der Vernichtung von Kräutern und Gräsern auf und um Ackerflächen ein Verlust der Lebensgrundlage für Insekten und Vogelarten einhergeht. Obwohl das direkte Risiko für die Tierwelt gering ist, hat jeder massive und großflächige Einsatz von Pflanzenschutzmitteln stets indirekte Effekte auf das Ökosystem und die biologische Vielfalt.

Wie wirkt Glyphosat?

Ackerrand-Fasan-gespritzt © Dr. Armin Deutz

1 Glyphosat dient dazu, die Ackerhygiene sicherzustellen.


Glyphosat wirkt ausschließlich auf grüne Pflanzenteile und nicht über die Wurzeln. In den Pflanzen wird durch die Ähnlichkeit mit einem pflanzeneigenen Inhaltsstoff der Aufbau von für die Pflanzen essenziellen Aminosäuren blockiert, was zu deren Absterben führt. Es ist das einzige Herbizid mit diesem Wirkmechanismus. Da Glyphosat nur auf grüne Pflanzenteile wirkt, kann es auf Felder zugleich mit der frischen Saat oder bis zu fünf Tage nach der Aussaat ausgebracht werden, um Unkräuter und Konkurrenzpflanzen zu bekämpfen. Eine weitere Möglichkeit ist zwischen der Ernte der Winter- und der Aussaat der Sommerfrucht oder seltener (in einigen Ländern verboten) bis maximal sieben Tage vor der Ernte zur Abreifebeschleunigung. Nach unterschiedlichen Quellen werden 30 bis 40 Prozent des deutschen Ackerlandes mit Glyphosat behandelt, bei der pfluglosen Bodenbearbeitung wird es meist standardmäßig eingesetzt. Auch im Wein- oder Obstbau wird es anstelle der arbeitsintensiven mechanischen Bodenbearbeitung zum Freihalten der Baumscheiben verwendet. Es wirkt nicht selektiv, das heißt, es sterben alle damit behandelten Pflanzen ab. Ausnahmen sind einige „Superunkräuter“, die mittlerweile resistent geworden sind, sowie gentechnisch veränderte Pflanzen, denen Resistenz angezüchtet wurde. Verglichen mit anderen Herbiziden hat Glyphosat eine recht kurze Halbwertzeit in der Umwelt (rund 14 Tage), eine geringe Mobilität im Boden (starke Bindung an Bodenmineralien und damit geringe Auswaschung) und eine niedrige Toxizität gegenüber Tieren, was eigentlich für landwirtschaftlich verwendete Pflanzenschutzmittel wünschenswerte Eigenschaften wären.

Bei Betrachtung der insgesamt ausgebrachten Mengen ist aber davon auszugehen, dass ökologische Folgen damit verbunden sind. Jedenfalls führt ein massiver Einsatz zu einer Verarmung der Pflanzenwelt mit entsprechenden Folgen für Insekten, Vögel und Säugetiere. Nicht gänzlich ausgeschlossen sind auch Wirkungen auf Mikroorganismen im Boden, Regenwürmer und Wasserökosysteme. Zudem geht es beim Thema Glyphosat nicht nur um diesen Wirkstoff selbst, sondern um diverse Beistoffe in Glyphosat-Produkten (wie z.B. Tallowamin), von denen größere Toxizität und Nebenwirkungen zu erwarten sind. Wegen der geringen Flüchtigkeit ist eine Verdampfung nicht zu befürchten, sehr wohl aber eine Verdriftung beim Ausbringen. Gegen die Verdriftung gibt es beispielsweise in der Schweiz Vorschriften, dass Glyphosat drei Meter um Feldrandhecken und Waldränder, drei bis sechs Meter um Oberflächengewässer, auf Terrassen und Dächern, an Wegen und Straßen sowie an Böschungen und Grünstreifen nicht angewendet werden darf.

Verzicht auf Glyphosat hat weitreichende Auswirkungen

Ohne Ersatzmittel muss man dabei mit dem jetzt beschlossenen Verbot aber aufpassen, da ein Bruch mit der derzeit geübten landwirtschaftlichen Praxis bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen nur schwer möglich scheint. Ein Ausstieg aus einem Masseneinsatz von Agrochemikalien ist nur bei einer vollkommenen Umstellung der derzeitigen intensiven Bewirtschaftungsweise hin zu alternativen, meist teureren und arbeitsaufwändigeren Bewirtschaftungsformen in kleineren Einheiten möglich. Sonst wäre mit Ertragseinbußen und weiterer Ausweitung der Anbaugebiete beziehungsweise Importen zu rechnen. Dies würde sich aber im Preis der Agrarprodukte niederschlagen. Zu diskutieren sind zudem die Sinnhaftigkeit, der ökologische Wert und die ethische Dimension der Biogaserzeugung aus Mais und Getreide. Allein in Deutschland ist die Maisanbaufläche von 2000 bis 2014 um eine Million Hektar auf 2,5 Millionen gestiegen! Dass die Problematik nicht neu ist, beweist ein Zitat des Naturschutzpioniers Wilhelm Wetekamp aus dem Jahr 1898: „Der zivilisierte Teil der Menschheit wird mit Schaudern der Monotonie gewahr werden, welche sie nicht nur bedroht, sondern bei welcher sie schon jetzt angelangt ist. Roggen, Weizen, Gerste, Hafer – der Abwechslung zuliebe auch umgekehrt Hafer, Gerste, Weizen, Roggen – das wäre die Flora der Zukunft.“

Wiesen, Weiden und Äcker sind gefährdete Lebensraumtypen

Die in Mitteleuropa gefährdetsten Lebensraumtypen sind Wiesen, Weiden und Äcker, also agrarisch genutztes Land. Allein in Österreich sind in den vergangenen 50 Jahren beinahe 400.000 Hektar Grünland aufgegeben oder aufgeforstet worden. Weitere 200.000 Hektar wurden verbaut oder anderweitig versiegelt. Durch diese Veränderung der Lebensräume werden nicht nur Areale für viele Arten enger, auch die Anzahl vieler Pflanzen- und Tierarten verkleinert sich.

Widersprüchliches Verhalten bei Konsumenten

Ackerrand-Mohnblume © Dr. Armin Deutz

2 Durch Flurbereinigung und Glyphosateinsatz verschwinden solche Acker- und Wegrandstreifen weitgehend – mit unausweichlichen Folgen nicht nur für das Niederwild, sondern auch für Insekten und Vögel.


Auch die Grünlandbewirtschaftung, in der zumindest Punktbehandlungen mit Glyphosat erfolgen (z.B. Ampferbekämpfung), hat sich in den vergangenen beiden Jahrzehnten stark intensiviert (häufigere Schnittnutzungen, Kraftfuttereinsatz, massive Gülleausbringung). Wenn vor 40 Jahren auf einer Wiese noch zumindest 20 bis 30 Pflanzenarten vorgekommen sind, so sind es heute auf denselben Flächen oft nur mehr drei bis vier Futterpflanzen (Grabherr, 2013) – mit allen Konsequenzen für die auf solche Arten angewiesenen Tiere. Die Folgen sind derzeit erst ansatzweise erfassbar. Blumenwiesen zu verlangen und dennoch einen Liter Milch um 70 bis 80 Cent kaufen zu wollen, ist und bleibt ein widersprüchliches Verhalten der Konsumenten.

Kommen wir zum Energiemais zurück: Auch dieser muss gesät, mit Herbiziden (wie Glyphosat) behandelt, geerntet und in Biogasanlagen transportiert werden, was schon einiges auch an fossiler Energie kostet. Nach starkem Rückgang des Ökostromzuschlages (aus Steuermitteln) in Österreich schlitterten zahlreiche Betreiber von Biogasanlagen in Konkurs oder sperrten die Anlagen, nicht zuletzt auch wegen steigender Pacht- und Getreidepreise, zu. Ähnlich ergeht es Betreibern von Kleinwasserkraftanlagen, die nicht immer so ökologisch vorteilhaft sind, wenn man sich die geringen Restwassermengen in den Bächen mit ihren Folgen für das Wasserökosystem im Winter genauer betrachtet. Erschreckend ist auch ein österreichisches Beispiel zum Thema Brot. In Wien (1,8 Mio. Einwohner) wird täglich so viel Brot und Gebäck entsorgt, wie in Graz (280.000 Einwohner) pro Tag verzehrt wird. Wir sind es mittlerweile gewohnt und fordern es geradezu, dass noch knapp vor Geschäftsschluss sämtliche Brotsorten oder diverses Gebäck erhältlich sind – der Rest, und damit Unmengen an Brotgetreide wird (mit damit unnötig eingesetztem Glyphosat) entsorgt!

Der Verbraucher bestimmt den Weg

Zum Abschluss noch mal zum Glyphosat: Ohne einerseits Energie zu sparen und andererseits als Konsument bereit zu sein, für Landwirtschaftsprodukte tiefer in die Tasche zu greifen, wird der Mensch den Lebensraum, noch dazu vor dem Hintergrund des Klimawandels, in den nächsten Jahrzehnten rasant und markant ändern. Der Austausch von Glyphosat gegen ein anderes (Total-)Herbizid reicht nicht aus, um eine ökologische Kehrtwende zu schaffen. Wir Jäger sind hautnah am Geschehen und erkennen die Symptome. Wir sehen sowohl den Rückgang von Hasen, Fasanen und Rebhühnern als auch den Schwund an Vögeln und Insekten. Vielleicht tun wir das etwas früher als der Großteil unserer Mitmenschen. Es ist gesellschaftlich leicht und politisch opportun, ein Glyphosat-Verbot oder den Verzicht zu fordern. Nur muss man dann auch einen Schritt weiter denken, denn allein der Austausch von Chemikalien gegen andere ist zu wenig .

10.000 Drückjagdböcke für Rheinland-Pfalz

Die Bewegungsjagdsaison steht an - Ministerium unterstützt Jägerschaft

 

Im Hinblick auf die Forderungen im "Handlungsprogramm Schwarzwild" zur verstärkten Bejagung des Schwarzwildes hat das zuständige Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten (MUEEF) in Zusammenarbeit mit dem LJV zwei Förderprogramme aufgelegt, die ab sofort unter den aus den jeweiligen Zuwendungsverträgen über die Weiterleitung eines Zuschusses ersichtlichen Voraussetzungen in Anspruch genommen werden können. Die Förderung erfolgt aus Mitteln der Jagdabgabe.

Programm "10.000 Drückjagdböcke Plan Rheinland-Pfalz":

Gefördert wird der Kauf von Drückjagdböcken bzw. Drückjagdleitern mit einem Festbetrag von 75,- Euro /Stück. Antragsberechtigt sind in Rheinland-Pfalz jagdausübungsberechtigte Personen (Nachweis über entsprechenden Eintrag im Jagdschein).

Die Mindestzahl beträgt fünf Drückjagdböcke/Drückjagdleitern. Die Höchstzahl richtet sich nach der Größe der nachgewiesenen Jagdrevierfläche und ist beschränkt auf max. eine Einrichtung pro angefangene 10 ha Jagdbezirksfläche.

 

 

Anträge hier

 

 

Wolfspräventionsgebiete

    Umweltministerium informiert: Verbandsgemeinden Prüm, Gerolstein und Adenau
    ab sofort Wolfspräventionsgebiet

 

*Aufgrund von Wolfsnachweisen in NRW weist Rheinland-Pfalz Regionen im Grenzgebiet als Teilpräventionsgebiet aus / Förderungen zum Herdenschutz möglich.*

 

 

„Rheinland-Pfalz weist vorsorglich die Verbandsgemeinden Prüm, Gerolstein und Adenau als Pufferzone bzw. Teilpräventionsgebiet aus. Dort ansässige Tierhalter mit Schafen und Ziegen sowie Wildgehegen können ab sofort Förderungen zum Herdenschutz bei der Stiftung für Natur und Umwelt (SNU) beantragen“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken heute. Grund für die Ausweisung: Das Wolfsgebiet Eifel-Hohes Venn in Nordrhein-Westfalen berührt in Teilen auch die Landesgrenze von Rheinland-Pfalz. Das Umweltministerium in Nordrhein-Westfalen hat nach Wolfssichtungen und genetischen Nachweisen im Juli dieses Jahres das Wolfsgebiet Eifel-Hohes Venn samt einer Pufferzone ausgerufen. Denn es geht davon aus, dass sich dort ein männlicher Wolf niedergelassen hat. Dieser ist bisher noch nicht in Rheinland-Pfalz nachgewiesen worden, allerdings können Wölfe durchaus weite Strecken zurücklegen. Eine Überschreitung der Landesgrenze ist somit möglich. Schaf-, Ziegen- und landwirtschaftliche Gatterwildhalter im Teilpräventionsgebiet können daher Förderungen von bis zu 100 Prozent für Präventionsmaßnahmen wie Zaunmaterialien in Anspruch nehmen. „Auf diese Weise wollen wir einen flächendeckenden Herdenschutz erreichen und die Halterinnen und Halter unterstützen“, so Höfken weiter.*Erneute Wolfssichtungen im Westerwald*Im Juni dieses Jahres konnten zudem bei Staudt im Westerwald auf der Gemarkung Heiligenroth und im Juli beim nahe gelegenen Bendorf Videoaufnahmen von wolfsähnlichen Tieren gemacht werden. Die Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) hat diese Aufnahmen der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes für den Wolf (DBBW) zur Prüfung gegeben. Diese hat nun bestätigt, dass es sich auf beiden Aufnahmen tatsächlich um Wölfe handelt.
Da kein DNA-Nachweis vorliegt, kann jedoch nicht festgestellt werden, ob es sich um dasselbe Tier handelt und ob es bereits anderweitig gesichtet bzw. nachgewiesen wurde.

Das Umweltministerium hat bereits im Mai vergangenen Jahres das Präventionsgebiet Westerwald ausgewiesen, das die Landkreise Altenkirchen, Westerwald und Neuwied sowie die Stadt Koblenz und kleinere Teil der Landkreise Mayen-Koblenz und Rhein-Lahn umfasst. Auch im Präventionsgebiet Westerwald können Tierhalter mit Schafen und Ziegen sowie Wildgehegen eine Förderung von
Präventionsmaßnahmen beantragen.*Hintergrund:*Förderungen für Präventionsmaßnahmen können bei der Stiftung für Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz (SNU) beantragt werden. Weitere Informationen sind im
Internet abrufbar unter: https://snu.rlp.de/de/projekte/woelfe/Der im Jahr 2015 beschlossene Managementplan zum Umgang mit Wölfen in Rheinland-Pfalz sieht die Möglichkeit für Präventions- und Ausgleichsmaßnahmen vor. So werden Schäden an Nutztieren zu 100 Prozent von der Landesregierung übernommen, wenn der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden kann. Der Managementplan ist online abrufbar unter: Wolfmanagementplan

 

Reduzierung der Gewichtsklasse

Monitoring Schweinepest - Reduzierung der Gewichtsklasse bei gesund erlegten Wildschweinen von 30 kg auf 20 kg

 

Information, über die aktuellen Anforderungen für die Einsendung von Proben zur Untersuchung auf Klassische Schweinepest (KSP), bei den gesund erlegten Tieren, von 30 kg auf 20 kg herabgesetzt wurde

(Link LUA auf konsolidierte Verfügung: https://lua.rlp.de/fileadmin/lua/Downloads/Tiere/Anordnungen/19_07_11_KSP-ASP-Anordung_Monitoring_konsolidierte_Fassung.pdf).

Das bedeutet konkret: Bei gesund erlegten Wildschweinen sind nur noch Proben bis zu einem Gewicht (aufgebrochen) von 20 kg zur Untersuchung auf Klassische Schweinepest zu entnehmen bzw. einzusenden (à wichtige Indikatortiere für KSP).

Mit dieser Maßnahme hoffen wir, die Bejagung weiter zu fördern und gleichzeitig zu einer Entlastung der Jagdausübungsberechtigten beizutragen.

Hinweis: Die Verpflichtung zur Einsendung von Proben von verendet gefundenen, krank erlegten oder verunfallten Wildschweinen besteht unverändert weiter (à wichtige Indikatortiere für ASP und KSP).

Riesenzecke überträgt Fleckfieber erstmals in Deutschland

Riesenzecke überträgt Fleckfieber erstmals in Deutschland

Hyalomma-Zecke
© Sergey Toronto - stock.adobe.com

Die Hyalomma-Zecke hat erstmals das Fleckfieber in Deutschland übertragen.


Erstmals soll in Deutschland ein Mensch durch den Stich einer tropischen Riesenzecke an Fleckfieber erkrankt sein. In der Zecke sei der betreffende Erreger nachgewiesen worden, teilte die Universität Hohenheim in Stuttgart am Mittwoch mit. Ein Pferdebesitzer aus dem Raum Siegen (Nordrhein-Westfalen) hatte eine Hyalomma-Zecke Ende Juli nach einem Stich an die Zeckenforscher in Hohenheim geschickt. Wenige Tage später war er mit schweren Krankheitssymptomen und Verdacht auf Zecken-Fleckfieber ins Krankenhaus gekommen. Er konnte erfolgreich mit Antibiotika behandelt werden.

Übertragung des Fleckfiebers möglich

"Damit wissen wir jetzt nicht nur sicher, dass die Hyalomma-Zecke auch Menschen sticht", sagte Ute Mackenstedt, Parasitologin an der Universität Hohenheim. Klar sei auch, dass in Deutschland eine Übertragung des Zecken-Fleckfiebers durch die Tiere tatsächlich möglich ist. Ärzte müssten künftig eine Infektion als mögliche Ursache in Betracht ziehen und entsprechend wachsam sein, sagte sie.

Symptome des Fleckfiebers

Das Bakterium Rickettsia aeschlimannii verursacht einen fieberhaften Infekt mit Kopf- und Muskelschmerzen, extremen Gelenkschmerzen und einem Gefühl, als würde man verbrennen. Typisch für die Erkrankung ist der Hautausschlag, der dem Fleckfieber den Namen gibt. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts ist Fleckfieber eine in Deutschland höchst selten auftretende Krankheit. In den vergangenen Jahren habe es nur vereinzelte Fälle gegeben, alle seien aus dem Ausland importiert worden.

Fast jede zweite Riesenzecke trägt den Fleckfieber-Erreger

Die Zahl gefundener Hyalomma-Zecken ist in Deutschland in den vergangenen Monaten und im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. "2019 haben wir zusammen bis jetzt schon 50 Exemplare in Deutschland gefunden. Letztes Jahr waren es insgesamt 35", sagt Mackenstedt. Von den 2019 gefundenen Exemplaren trägt laut Mackenstedt fast jedes zweite den Fleckfieber-Erreger in sich. Erstmals konnten nach Einschätzung der Experten in diesem Jahr Hyalomma-Zecken in Deutschland auch überwintern. (dpa)

 

 

 

Trichinenproben

Herr Hettich - Kreisveterinärbehörde informiert, dass es wiederholt zu Zwischenfällen auf dem Gelände der Firma Müller gekommen ist.
Um die Biosicherheit und -hygiene auf dem Schlachthof zu gewährleisten, ist dort ein absolutes Vertretungsverbot für Jäger und nicht ANgestellte des Schlachthodes. Es ist jetzt zu 3 Zwischefällen gekommen, bei denen Jäger über den Schlachthof gelaufen sind (sogar in die Halle!) und haben die Trichinenabgabestelle gesucht.

Wir bitten nochmals alle Jäger zu informieren, dass das Gelände der Firma Müller NICHT betretenb werden darf. Die Abgabestelle für Trichinen ist rechts vor dem Haupttor hinter einer Klappe.

Alle Personen, die das Gelände nochmal widerrechtlich betreten, werden mit einer Geldbuße von 250,- € zur Kasse gebeten. Sollten Jäger den Schlachthof betreten, wird auch die Eignung zur Abnahme von Trichinenproben in Frage gestellt, da eine kundige Person weiß, dass Sie den Schlachthof nicht betreten darf!

 

Ehrungen 2019

 

Gerolstein-Müllenborn. (mh) Die Teilnahme am Wildschutzprogramm Feld und Wiese vom Landesjagdverband Rheinland-Pfalz stand im Mittelpunkt der Versammlung des Hegerings Gerolstein im Landhaus Müllenborn. Dabei werden Blühflächen angelegt, die neben dem Niederwild auch den Insekten dienen und zu einer Verbesserung des Lebensraums beitragen.

Außerdem standen Ehrungen auf dem Programm: Für 25-jährige Mitgliedschaft im Landesjagdverband Rheinland-Pfalz wurden Bernhard Michels, Eberhard Zech und David Krieger geehrt. Für 40-jährige Mitgliedschaft wurde Hegeringleiter Reinhold Wagner geehrt..

Meinungen Bauern und Winzerverband

20.02.2018 - Afrikanische Schweinepest

 

Sonderkündigungsrecht von Jagdpachtverträgen?

 

Koblenz. In den letzten Tagen mehren sich beim Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau die Anfragen, wie mit Forderungen von Jagdpächtern umzugehen ist, die – offensichtlich einem Hinweis des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz folgend – von den Jagdgenossenschaften die Aufnahme einer Klausel in den Jagdpachtvertrag verlangen, wonach sie bei Auftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Jagdrevier ein einseitiges Sonderkündigungsrecht wahrnehmen können.

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Kündigungsmöglichkeit im Jagdpachtvertrag bei Afrikanischer Schweinepest (ASP)

Täglich erreichen uns Informationen zum Thema Afrikanische Schweinepest (ASP). Die Krankheit ist innerhalb der europäischen Union seit Jahren auf dem Vormarsch und zum Teil nicht mehr allzu weit von der deutschen Grenze entfernt. Das letzte aktuelle Vorkommen wurde im Raum Warschau festgestellt, nach dem Auftreten in Tschechien, ca. 300 km von der Grenze zur Bundesrepublik entfernt. Experten sind sich darüber einig, dass sich die Frage, ob die ASP kommt nicht mehr stellt, sondern lediglich wann sie kommt.

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LJV-RLP News

Aufgrund verschiedener Nachfragen in der Geschäftsstelle sowie zum Teil missverständlicher Darstellung in der Presse geben wir nachfolgende Hinweise:

- Ab sofort wird für die Beprobung von Fallwild auf ASP bei Schwarzwild eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 50.-€ gezahlt. Hier finden Sie das Anschreiben des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten

- Dies gilt nicht für die Beprobung von Verkehrsunfallwild bei Schwarzwild.

- Die neuen Probenbegleitscheine mit entsprechenden Angaben steht u.a. auf der Homepage des LUA zum Download bereit.

- Die Auszahlung des o.g. Betrages (Abwicklung) wird über den Landesjagdverband erfolgen.

Glyphosat: Auswirkungen auf die Natur

Glyphosat kam zum ersten Mal im Jahr 1974 auf den Markt, als Hauptwirkstoff des damals neuen Totalherbizids »Roundup«. Inzwischen ist es zum meist verwendeten Pflanzenvernichtungsmittel der Welt aufgestiegen. In der Landwirtschaft wurde dieses Herbizid von Beginn an als ertragssteigerndes Mittel gefeiert, gesundheitliche Gefahren wurden nicht gesehen. Doch seit einigen Jahren werden kritische Stimmen lauter, die auf eine Vielzahl von möglichen negativen Auswirkungen auf Menschen, Tiere und die Umwelt aufmerksam machen. Zuletzt mehrten sich vor allem die Anzeichen dafür, dass Glyphosat auch mit der schwerwiegenden, derzeit vor allem Rinder betreffenden Krankheit »chronischer Botulismus« zu tun haben könnte.

 

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Tierfunde melden

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Mit der kostenfreien App für das Tierfund-Kataster (Android und iPhone) können Sie jederzeit mobil Daten eingeben.
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Handlungsprogramm Schwarzwild 2019/2020

  Handlungsprogramm zur Reduzierung überhöhter Schwarzwildbestände und zur Absenkung des Risikos einer Ausbreitung von Tierseuchen für das Jagdjahr 2019/2020

 

Gemeinsame Bejagungsempfehlungen und Maßnahmen des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten, des Landesjagdverbandes Rhein-land-Pfalz e. V., der Interessengemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer im Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e. V., der Fachgruppe Jagdgenossenschaften im Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz-Süd e. V., des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz e. V., des Ökologischen Jagdverbandes Rheinland-Pfalz e. V., des Landesverbandes der Berufsjäger Rheinland-Pfalz/Saarland e. V. und des Landkreistages Rheinland-Pfalz

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Probenabgabe Schweinepestproben

Das Veterinäramt Vulkaneifel teilt mit, dass die Trichinenannahmestelle am Schlachthof Gerolstein nicht die Monitoringproben für die Schweinepest annehmen kann, da wir die sichere Leerung und Verbringung der Proben nach Daun nicht gewährleisten können.

Der Probengang sollte entweder

 

 

der direkte Weg sein, d.h. der Jäger entnimmt die Probe und verschickt sie an die auf dem Untersuchungsformular vermerkte Adresse mit der Post in eigen Regie.

 

der indirekte Weg sein, der Jäger entnimmt die Probe und bringt sie zu Veterinäramt Vulkaneifel, Mainzer Strasse 25, 54550 Daun. Dort werden die Proben zeitnahe nach Koblenz verbracht.

 

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